Jenseits von Potsdam: Der Deutschlandfunk berichtet am 20.3. über Kritik und BI gegen Garnisonkirche

In ganz Deutschland macht man sich Gedanken über die Schatten, die ein Nachbau der Garnisonkirche mit sich brächte. Längst wird neben Spenden und der Stadtkasse auch mit der Bundeskasse zur Finanzierung des Baues gerechnet. Längst hat man auch in Kiel und Freiburg begriffen, mit welch unnachgiebigem 100% Historismus in Potsdam das Symbol von Machtpolitik und Militarismus wieder errichtet werden soll UND mit welch spitzen Fingern dabei Mahnung und Versöhnung angefasst werden.

„Der Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam“, so der Titel des Features, dass der Deutschlandfunk am 20. März 2012 um 19:15 Uhr ausstrahlt, betrifft das ganze Bundesgebiet. Der Autor Anselm Weidner widmete sich als Aussenstehender unserer städtischen Debatte und gibt dabei Befürwortern und Kritikern Raum. (Info) Entlarvend zeigen sich die Äußerungen Herrn Hubers und Herrn Leinemanns zu Finanzierung und Funktion des geplanten Nachbaus.

Wer also gut gemachtes Radio zum Für und Wider der Garnisonkirche hören möchte:

DIENSTAG 20. März 2012

19:15 Uhr

DEUTSCHLANDFUNK

97.7 UKW

Livestream

Ein Gedanke zu “Jenseits von Potsdam: Der Deutschlandfunk berichtet am 20.3. über Kritik und BI gegen Garnisonkirche

  1. Sassi schreibt:

    Ich finde die Garnisonkirche als Projekt richtig toll. Irgendwie, letzten Endes geht es doch drum die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und sinnvoll abzusiegeln. Die barocke Garnisonkirche wird viele Menschen nach Potsdam ziehen, wie schon heute die barocke Frauenkirche in Dresden ein Touristenmagnet ist. Auch wenn die Garnisonkirche ein Symbol für den antikirchlichen Hass der SED-Führung ist und der Inszenierung zwischen Hitler und Reichspräsident Hindeburg, finde ich es doch gut, diesem ganzen ganz dreist die Spitze zu nehmen. In einer Zeit, in der Finanzbroker „Gottes Werk“ tun, kann die Widerstandskraft des Protestantismus gegen Unredlichkeit sich ihr Denkmal setzen. Man kann zeigen, dass der Protestantismus als wechselvolle Kraft weiterhin in Deutschland existiert, und die soziale Forderung nach persönlicher Verantwortung statt Unterwerfung verkündet. Garnisonkirche ist schon ein tolles Ding und irgendwo muss ja schliesslich der preussische König Friedrich Wilhelm I angemessen begraben sein.

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