Huber will die Garnisonkirche auf Bundesebene hieven!

Altbischof und Stiftungsvorsitzender Huber bescherte uns zum Fest mit einem großen PNN-Interview.
Er erklärte: „Der Aufbau der Garnisonkirche hat nationalen Rang“.
Unsere Bürgerinitiative wird sich nach den Feiertagen mit der Offensive der Stiftung beschäftigen und eine gemeinsame Antwort finden.
Vorab zwei eingegangene Einzelmeldungen:

Was haben wir doch mit unserem Handzettel in Schwarze getroffen!
Alle unsere Vermutungen und Erwartungen, die wir darin äußerten, bestätigt uns Alt-Bischof Huber in seinem Interview. Der Bund soll es nun richten! Huber sagt „dass der Zustand, von dem wir ausgehen, maßgeblich durch die Deutsche Demokratische Republik herbeigeführt wurde und die Bundesrepublik in dieser Hinsicht Rechtsnachfolger ist“. Da hat er erfolgreich verdrängt, dass für die Zerstörung der Garnisonkirche das faschistische Deutschland zuständig war. Aber nun gut, auch hier ist die Bundesrepublik Rechtsnachfolger.
flyer_vHuber bestätigt mit dem Versuch, sein Wiederaufbauprojekt auf Bundesebene zu hieven, aber auch, dass die Garnisonkirche auf Kommunal- und Landesebene nicht zu finanzieren ist! Das heißt nichts anderes, als dass die Finanzierung, so wie sie bisher angedacht ist, nicht funktionieren wird.
Das ist eine Teilkapitulation!
Ich glaube, Huber wird die Garnisonkirche nicht auf Bundesebene bekommen. Mir soll’s zwar recht sein, bekommt unsere Bürgerinitiative vielleicht weitere prominente Unterstützer, aber auf Bundesebene wird die Garnisonkirche auch bei potentiellen Befürwortern nur ganz vorsichtig, mit gaaanz langen Fingern angefasst. Der Garnisonkirche wurden Gelder schon bisher allenfalls verdeckt zugeschanzt. Zu einem positiven Imagegewinn für einen Bundespolitiker kann die Garnisonkirche nicht verhelfen. Zu klein und politisch uninteressant ist die Gruppe der Befürworter.
Und ob sich die Liberalen ein paar Garnisonkirchmillionen in den Bundeshaushalt legen lassen, darf bezweifelt werden.
Huber meint: „Wir haben das alles, Gott sei Dank, innerhalb des Zeitplanes geschafft. „
Zwanzig Jahre haben es unterschiedliche Gruppen, Aktivisten und Mitbürger geschafft den Wiederaufbau zu verhindern. Es gibt allen Grund positiv in die Zukunft ohne eine Garnisonkirche zu schauen.
Stellen wir uns auf einen Kirchturmstummel ein, der, so die Hoffnung Hubers, die Portemonnaies der Bürger öffnet. In Wahrheit wird er den Groll und das Unverständnis über solch einen Rekontruktions-Schabernack fördern.
Sandro Szilleweit

Märchen zum Fest

Unter den Fichten, in einem verschneiten bundesdeutschen Wald traf ein Jägersmann einen Feldhasen. „Na, du bist aber mutig. Willst wohl mein Festschmaus werden?“, fragte der Jäger. Der Hase war aber kein gewöhnlicher Hase und wusste: „Du möchtest keinen mickrigen Hasen schießen, dir steht der Sinn nach Größerem.“ Der Jäger, verblüfft: „Äh ja.“

„Ich bin hier, um dir etwas zu erzählen“, begann der Hase. „Stell dir vor, mein lieber steuerzahlender Jäger, es wird eine große Kirche gebaut, im fernen Potsdam.“ – „Ach“, brummte der Jäger, „ich dachte, die Kirche hätte kein Geld und immer weniger Schäfchen.“ Der clevere Nager kannte diese Vorbehalte, er hatte bereits mit mehreren Menschen gesprochen. „Das mag schon sein. Aber diese Kirche ist eine besondere. Sie ist zum Beispiel nahe des Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Deshalb könnte in der Kirche über Armeen und Soldaten nachgedacht werden.“ Der Jäger verstand nicht so recht: „Sind denn die meisten deutschen Soldaten gottesfürchtig? Ist denn in den anderen Kirchen kein Platz? Wie haben die es denn bis jetzt gemacht? Die kämpfen doch nicht erst seit gestern? Was erzählst du mir denn für einen Quatsch. Du bist doch gar kein normaler Hase. Du bist doch ein falscher Hase. Ich muss weiter, meine Frau will Wildgulasch auf dem Tisch.“
Annegret Pannier

5 Gedanken zu “Huber will die Garnisonkirche auf Bundesebene hieven!

  1. Rolf Schnucke schreibt:

    „Zwanzig Jahre haben es unterschiedliche Gruppen, Aktivisten und Mitbürger geschafft den Wiederaufbau zu verhindern“.
    ——————————————————————

    WIRKLICH? Zweifellos hat eure geschichtsverdrehte linksradikale Propaganda schon einigen Schaden angerichtet, aber glaubt Ihr wirklich, dass Merkel, Platzeck, Jauch, Huber, die Potsdamer CDU+SPD+Grüne+FDP und und die Mehheit der Potsdamer Bürger sich von einem Häuflein Sektierern den Marsch blasen lassen werden? Wenn Ihr meint immernoch den „Tag von Potsdam“ instrumentalisieren zu müssen, dann outet Ihr Euch als die geistigen Erben von Walter Ulbricht. Das ist reaktionär.

    Nicht einmal die Wählerschaft der „Linken“ ist geschlossen und grundsätzlich gegen die Kirche, man will nur nicht, dass angesichts knapper Kassen Steuergelder für diese Kirche verwendetet werden. Das ist verständlich, und somit kann die Kirche wohl ausschließlich nur mit Spenden erbaut werden. Wo ist also das Problem? Und warum soll die Bundeswehr nicht für die Kirche spenden? Oder haltet Ihr die Bundeswehr für die Wehrmacht?

    Dank Leuten wie Euch fühlen sich Mäzene wie Plattner, Jauch oder Otto langsam von Potsdam zunehmend angekotzt. Ihr habt zwar nur blöde und verdrehte Ideologie zu bieten, aber Ihr versaut leider auch ziemlich die Stimmung.
    Die Kirche wird kommen, auch wenn es vermutlich lange dauern wird.

  2. Marten Winter schreibt:

    Ich kann nur schwer nachvollziehen, woher sich dieser Hass gegen diese schöne Barockkirche speist. In Potsdam gibt es weissgott man anderes über das man sich echauffieren kann als die Wiedererstehung seines Wahrzeichens.

  3. Rolf Schnucke schreibt:

    „Wahrzeichen von was“…
    @ pancho48: Geben Sie sich doch die Antwort selber, es ist doch sowieso klar, worauf es argumentativ bei Ihnen und Ihrer BI wieder hinausläuft.
    Für mich ist die Garnisonkirche ein Wahrzeichen für Potsdam und dessen Schönheit, genauso wie das Stadtschloss (für Sie gewiss auch ein Symbol des Militarimus), Sanssouci, die Gliencker Brücke, die einmalige Schlösser-Parklandschaft und vieles mehr.
    Trotz aller Meinungsunterschiede: Alles Gute für das Neue Jahr!

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