Eine Original Potsdamer Garnisonkirchenkopie

Die Ereignisse der letzten Wochen hatten zum Teil haarsträubende Züge.
Es wurden Nobelpreisträger herausgekramt, Gräben zwischen den Generationen aufgemacht, unbeliebte Politiker und Despoten bemüht, ein rührender Touristinnentraum beschworen und und und.
Da überrascht uns der folgende Fund, über den uns eine Einsendung von Sympathisantinnen informierte, nicht mehr wirklich:


Zufallsfund: Original Potsdamer Garnisonkirchenkopie auf Tristan da Cunha entdeckt

Eine Originalkopie der Garnisonkirche befindet sich nach Aussagen der NewLordTimes auf Tristan da Cunha. Spuren lassen vermuten, dass eine kleine Nostalgikergruppe die Garnisonkirche wieder aufgebaut hat- so die Historikerin Wute Binkwatz.
Zu dem erstaunlichen Fund kam es, als der Nobelpreisträger Peank Breuer im Atlantischen Ozean zu Abend schwamm und Opfer eines grausamen Überfalls wurde. Breuer erfüllte sich mit seinen knapp 97 Jahren einen langersehnten Lebenstraum: Er umreiste die Welt in nur 1234097,34 Tagen zu Fuß. Doch ein Schwarm Wulbrichtshaie griff den höchst prominenten, einst fast adligen, Gutmenschen grundlos an. Dieser wehrte sich zornig gegen die kirschenhassende klassenlose Gesellschaft und konnte sich schlussendlich, Gott sei es gedankt, ans Inselufer retten. „Mein bedeutsames Leben raste an mir vorbei“, sagte der völlig aus der Puste gekommene junge 97-jährige den Fischern vor Ort.
Breuer, der schon vieles erlebt hatte, war zur Erholung nach dem unsäglichen Übergriff ein paar Tage auf der Insel Tristan da Cunha geblieben, als er den Fund machte, der sein noch junges Leben maßgeblich verändern würde. Er fand eine Original Potsdamer Garnisonkirchenkopie.
wulbrichtshai

Breuer rieb sich gerade den Inselsand aus den Augen, als er den Turm der Potsdamer Garnisonkirche zu sehen glaubte und ein Glockenspiel erklang.
Er eilte zur Kirche und traf auf eine Gruppe Frauen und Männer, die wie im Liebeswahn eine Ode an Preußen anstimmten. Ein Mann hing, an den Glocken angekettet, von der Decke runter und sprach immer wieder die Worte „OB – Doppelt sicher.“
Es roch nach Gier, Größenwahn und kirchlich-militärischer Streitlust. „Ein Ort des Friedens und der Versöhnung eben“ sagte Breuer als er einen großen Schluck des gespendeten Rotweins nahm, bevor er sich in die Mitte der tanzenden Glaubensschwestern begab.

…Und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen und tanzen sie noch heute.

Ein Gedanke zu “Eine Original Potsdamer Garnisonkirchenkopie

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