Die Hälfte des Weges und nah Zurückliegendes

Ein Moment der Besinnlichkeit: Die Osterfeiertage liegen hinter uns. Wir erhielten bereits die Hälfte der benötigten Unterschriften und sehen traditionellen Festivitäten entgegen, bei denen wir nochmals ordentlich sammeln und uns motivieren können.
Tradition und Moderne: Viel beschworene Begriffe in letzter Zeit. Versöhnung und Nachdenken: Keine Gruppierung ist völlig homogen.
Während wir darüber nachdachten, eine österliche Pressemitteilung herauszugeben, handelten Aufbaufans durch direkten Sprachkontakt.

Unsere Mitteilung sollte der Staatsministerin für Kultur und Medien ein Versöhnungsangebot machen. 6,1 Millionen der für die Garnisonkirche vorgemerkten 12 Millionen Bundes-Denkmalmittel sollten demnach für die Sanierung der Friedenskirche am Park Sanssouci verwendet werden. Wir hätten gebeten, die weiteren 5,9 Millionen zurück in den Bundeshaushalt für die Erhaltung anderer bestehender Denkmäler zu geben. Und dann (rhetorisch) die Weisheit und Weitsicht des Ministeriums bei allen sich bietenden Gelgenheiten gepriesen. Wir wollten sogar öffentlich bekannt geben, dass wir finden, dass „christliche Gotteshäuser zur europäischen Geschichte gehören“ und den „jüngeren und künftigen Generationen als authentische Orte zum Verständnis kunst-, musik- und religionsgeschichtlicher Kausalitäten zur Verfügung stehen“ sollten.

Aber dann konnten wir uns in der Kürze der Zeit nicht einigen, ob eine solche Mitteilung den von uns gewünschten Zweck hätte und sich alle Mitstreiter*innen darin wiederfinden könnten. Solche Probleme jedoch hat die FWG mit ihren Mitgliedern und Sympathisant*innen dem Anschein nach weniger, da ihr Vorstand über durchsetzungskräftige Führungsqualitäten verfügt. Und so trug sich die folgende Szene jüngst zu:

„Nun hören Sie mal zu, junger Mann ! Was Sie hier betreiben, das ist Kulturbarberei ! Potsdam braucht diese Kirche und das lassen wir uns nicht von so Grünschnäbeln wie Ihnen vermiesen.“ Der Standbetreuer versucht den aufgebrachten älteren Herren zu besänftigen, denn er will sich nicht auf Diskussionen einlassen: „Sie können ja Ihre Meinung haben, aber machen Sie doch wenigstens den Platz frei für Leute, die unterschreiben wollen.“ Nun mischt sich der Begleiter des Aufgebrachten ein: „Gar nichts machen wir. Der Herr Franck hat uns gesagt, Sie bräuchten mal ein paar Leviten gelesen. Und das machen wir gerne !“ Die Unterschriftensammler gucken ungläubig. „Genau, einen sehr guten Aufruf hat er gemacht, unser Vorsitzender, so einen Rundbrief mit Argumenten, da können Sie sich schon mal auf Gegenwind einstellen ! Jawoll, wir waren nicht das letzte Mal hier !“

3 Gedanken zu “Die Hälfte des Weges und nah Zurückliegendes

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