Realitätscheck: Rechenzentrum und Garnisonkirche

Anlässlich der geplanten Ausstellung „Blickwinkel“ in der Baustelle der Turmkopie wurde von manchen Medien eine „Entspannung“ der Lage herbeibeschworen. Das Wiederaufbauprojekt der Stiftung Garnisonkirche stellt jedoch unverändert eine existenzielle Bedrohung für das Rechenzentrum und seine jetzigen und zukünftigen Nutzer*innen dar. Ein sanierungsfähiges Gebäude mit einem denkmalgeschützten Mosaik, das in einer wachsenden Stadt dringend erforderliche bezahlbare Räumlichkeiten für Kleingewerbe und Kunstschaffende bietet, soll einem Kirchenschiff weichen, das aller Voraussicht nach nie gebaut wird. Als Abfindung ist ein Neubau mit erheblich höheren Mieten vorgesehen – Verdrängung vorprogrammiert.

Dass ein paar Künstler*innen aus dem Rechenzentrum im Alleingang eine Ausstellung in der Baustelle der Turmkopie planen, ändert nichts an dieser absurden Sachlage. Die vermeintlich „versöhnliche Geste“ ist lediglich eine weitere Imagekampagne der Stiftung Garnisonkirche.
Fakt ist: Das Rechenzentrum ist Stiftung und Fördergesellschaft ein Dorn im Auge, Kirchenschiff hin oder her. In ihrem Revanchismus lehnen sie jeglichen Spielraum über 2023 hinaus strikt ab, egal wie unterfinanziert und aussichtslos die Vollendung ihres Projekts ist.

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