Ergänzung zu unserer PM: Zweifel an Rückzahlung der Kirchenkredite – SGP kalkuliert mit viel zu geringen Ausgaben

Die Stiftung Garnisonkirche Potsdam (SGP) macht sich gemäß der Berichterstattung nicht mal die Mühe, auf unsere Zweifel zur Finanzplanung einzugehen. Im Gegenteil: Schon Franz Steinfest, Baucontroller mit 35 Jahren Berufserfahrung, musste feststellen, dass es keinerlei Dialogbereitschaft seitens der Stiftung gibt. Er stellte im Februar 2016 (!!) an die SGP Fragen, auf deren Antworten er bis heute vergeblich wartet.

Herr Steinfest hat uns seine Fragen freundlicherweise für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:p-gk-20160213-offene-fragen-zum-bau-des-turms-der-garnisonkirche_aktualisiert20170220_1

Offener Brief an Renke Brahms, neues Mitglied in der Garnisonkirchenstiftung

Fragen zu ethischen Kriterien bei Spendensammlung, Umgang mit Bürgerbegehren, Widerspruch zwischen Luxusbau und Geldmangel für Friedensarbeit

Sehr geehrter Herr Brahms,

wir, die Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche, wenden uns an Sie als neuen „Friedens- und Versöhnungsbeauftragten“ der Stiftung Garnisonkirche Potsdam (SGP). Sie haben sich als Friedensbeauftragter der EKD mit dem Thema Frieden und Konfliktlösung befasst und immer wieder gemahnt, den Worten Taten folgen zu lassen.
Auf der folgenden Seiten haben wir Ihnen Fragen aufgeschrieben, um deren Beantwortung wir bitten.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Simon Wohlfahrt       Annegret Pannier       Lutz Rother
im Namen der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche

Aus Ihrer Pressemitteilung vom 04.07.2016:
„‚Rüstungsexporte tragen zur Friedensgefährdung bei. Sie dürfen nicht ausgeweitet, sondern sie müssen drastisch reduziert werden‘, machte Renke Brahms deutlich. Es reiche nicht aus, wenn die Bundesregierung in Erklärungen immer davon rede, Rüstungsexporte zu begrenzen, wenn am Ende die Ausfuhrgenehmigungen doch so stark steigen würden. ‚Hier müssen den Worten dann auch erkennbare Taten folgen‘, so der EKD- Friedensbeauftragte.“

Wie wichtig sind Ihnen ethische Maßstäbe bei der Spendeneinwerbung?
Folgen den Worten auch Taten?

Der theologische Vorstand der Garnisonkirchenstiftung, Martin Vogel, gab gegenüber unserer BI Anfang 2014 bekannt, dass die Stiftung an ethischen Richtlinien zur Spendeneinwerbung arbeite. Diese wurden bisher nicht erkennbar eingesetzt. Wir befürchten, dass Martin Vogel leere Versprechungen gemacht hat.
So konnte erst vor Kurzem ein Zahnarzt namens Andree Schmitzius aus Celle 10.000 Euro öffentlichkeitswirksam an die Stiftung spenden, obwohl er nachweislich über seinen Twitteraccount gegen Geflüchtete hetzte und eine große Nähe zur AfD zeigt.
Dass nun die letzten Großspender anonym auftreten, macht es für die Öffentlichkeit noch schwerer einzuschätzen, in welche finanzielle Abhängigkeit sich das Projekt begibt. Ohne eine transparente Spendensammlung und der damit verbundenen Anwendung von ethischen Grundsätzen, wie sie z.B. Ärzte ohne Grenzen¹ teilen, ist der selbsternannte Versöhnungsort unglaubwürdig. Selbst für Menschen, die sich für die Garnisonkirche wegen der Friedensarbeit interessieren, ist es enttäuschend, wenn die Garnisonkirche in weiten Teilen von der Rüstungsindustrie oder von nationalkonservativen und rechtspopulistischen Kreisen finanziert sein sollte.

Aus Ihrem Diskussionspapier „Die Zukunft der protestantischen Friedensarbeit in Deutschland“:
„Auch ein weiter gefasstes Verständnis von Friedensarbeit als Umgang mit Konflikten, einer für alle hauptamtlichen Mitarbeiter alltäglich relevanten Problematik, ist in der Ausbildung von PfarrerInnen kaum berücksichtigt.“

Wie verantworten Sie einen Baustart des Wiederaufbaus, ohne den Konflikt in der Stadt gelöst zu haben? Wie gehen Sie damit um, dass der Bevölkerung trotz erfolgreichen Bürgerbegehrens bisher ein Votum über den Wiederaufbau der Garnisonkirche verwehrt wurde?

Mehr Demokratie e.V. hatte 2014 in einem Anschreiben an die Abgeordneten vor der Abstimmung zum Bürgerbegehren darauf hingewiesen, dass ein Bürgerentscheid zur Garnisonkirche zur demokratischen Konfliktlösung der Stadt beiträgt. Weder die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung noch die SGP hat sich dieser Position angeschlossen. Im Gegenteil: Der bisherige Umgang mit dem Bürgerbegehren lässt darauf schließen, dass die Rhetorik der Versöhnung und des Friedens einen Hohn gegenüber der Potsdamer Stadtgesellschaft darstellt. Die  Art der Beteiligung der SGP am Bürgerdialog hat gezeigt, dass die SGP nicht an einer Konfliktlösung interessiert ist, sondern viel mehr ihn als Möglichkeit des Marketings sah, so wie Herr Dombert es schriftlich gegenüber dem Gremium des Bürgerdialogs verlauten ließ. Schließlich brachte Pfarrerin Frau Radeke-Engst die Verhöhnung der direktdemokratischen Beteiligung auf den Punkt, indem sie in einer öffentlichen Diskussionsrunde das Bürgerbegehren als „Witz“ bezeichnete.

In Ihrem Diskussionspapier „Die Zukunft der protestantischen Friedensarbeit in Deutschland“ prangern Sie immer wieder die Sparmaßnahmen an, unter denen die Friedensarbeit in der evangelischen Kirche leidet.

Wie rechtfertigen Sie eine teure Luxuskirche vor dem Hintergrund Ihrer Kritik an Sparmaßnahmen gegenüber der Friedensarbeit?

Für eine gute Friedensarbeit an der Basis braucht es keinen 40 Mio. bis 50 Mio. Euro teuren Turm, geschweige denn ein noch viel teureres Kirchenschiff. Der Öffentlichkeit und den Kirchenmitgliedern zu kommunizieren, es seien zu wenig Finanzen für Friedensarbeit vorhanden, während Sie ein Luxusprojekt unterstützen, was sich in weiten Teilen mit öffentlichem Geld finanziert, ist nicht vermittelbar. Weiterhin riskiert die evangelische Kirche mit einem Baustart eine Bauruine in Potsdam. Denn es liegt völlig im Unklaren, wer die für die Fertigstellung des Turms fehlenden  20 bis 25 Mio. Euro – bei anzunehmender Baukostensteigerung – finanzieren soll. Es ist unverantwortlich der Öffentlichkeit wie auch den Kirchenmitgliedern gegenüber, ein solches Risiko einzugehen. Es wurden in den letzten 10 Jahren keine nennenswerten Spendensummen zusammengetragen, so dass das jahrelange Versprechen der 100%igen Spendenfinanzierung gebrochen wurde und ein Turmstumpf nun zum Großteil durch die Öffentlichkeit und mit Kirchengeldern finanziert wird. Das Verhalten der Geschäftsführung macht die Kalkulation des Wiederaufbauprojekts nicht vertrauenswürdiger: Laut der Geschäftsführung der SGP sind die Baukosten seit 2012 gesunken. Schließlich machte Herr Leinemann gar falsche Angaben über den Spendenstand gegenüber dem Hauptausschuss im April 2014. Herr Leinemann gab sich bisher keinerlei Mühe, die Differenz von mehr als 2 Mio. Euro zu erklären – er gab damals mehr Spenden an, als tatsächlich vorhanden waren. Mit diesen falschen Zahlen wurde rund 2 Jahre in der Öffentlichkeit geworben. Vor der Bundesregierung musste schließlich die Stiftung vor ein paar Monaten den tatsächlichen Spendenstand offenlegen.

-> Offener Brief als pdf

Wahlprüfsteine für die BundestagskandidatInnen

Aus aktuellem Anlass und der bevorstehenden Wahl haben wir uns entschlossen, den Bundestagsfraktionen sowie den für die Bundestagswahl im September 2013 kandidierenden Personen die folgenden Fragen vorzulegen. Die Antworten der persönlichen Anschreiben werden wir in einigen Wochen hier und an anderen Orten veröffentlichen.

  1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?
  2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?
  3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren respektieren und umsetzen sollten?

frontbild steine

Hier die Antworten in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Beantwortung:
___________________________________________________________________

Edmund Müller (Einzelbewerber)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-74377–f393658.html#q393658

1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?

Da vielleicht aus dem Bauch heraus geschätzt vielleicht 1% der Nation überhaupt von der Thematik etwas gehört haben, kann es schlechterdings ein Projekt nationaler Bedeutung sein. Und mir hat die Nation bisher noch nicht verraten, welche Bedeutung das Projekt für sie hat.

2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?

Als Vertreter der Bürger des Wahlkreises, als der ich mich als Direktkandidat bei meiner Wahl sehen würde, würde ich diesbezüglich tun, wozu die Mehrheit der Bürger des Wahlkreises mich beauftragt. Ich bin an kein Parteiprogramm gebunden, allein mein Kennwortbestandteil „direkte Demokratie“ besagt eigentlich, dass ich nur Durchreicher der Mehrheit der Bürger meines Wahlkreises bin. Praktisch schwebt mir da zu jeder politischen Frage eine Online- oder Telefonabstimmung vor, welche im Detail noch ausgearbeitet werden müsste (z.B. wie können Mehrfachstimmabgaben verhindert werden, wie kommen Offliner zu ihrer Stimme, etc).

3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten?

Auf jeden Fall. Entspricht ja genau meinem Kennwortbestandteil „direkte Demokratie“.
___________________________________________________________________

Rolf Hercher (Einzelbewerber)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-74378–f393657.html#q393657

Sehr geehrter Herr Szilleweit,

Sie haben sich viel Mühe gemacht mit der Begründung Ihrer drei Fragen. Ich habe einiges dazu gelernt. Vielen Dank. 1949, als ich 12 Jahre alt war, lernte ich in der Schule, dass ein deutscher Mann nie wieder eine Waffe tragen wird. Das es anders gekommen ist, konnte ich nicht ändern. Den Wiederaufbau der Garnisonkirche, als Symbol des preußischen Militarismus, kann ich nicht unterstützen. Und das mit dem „Coventry Nagelkreuz“ als Zeichen der Versöhnung auf dieser Kirche, dafür habe kein Verständnis. Öffentliche Mittel dürfen für dieses Vorhaben nicht bereit gestellt werden. Ich verweise auf meine Bewerbung als parteiloser Direktkandidat, der im Falle der Wahl, seine ganzen Diäten den Tafeln spenden wird. Die Armut in unserer Gesellschaft brennt mir auf den Nägeln. Nicht der Wiederaufbau der Garnisonkirche. Weiterhin verweise ich auf meine Webseite http://www.6000euro.de. Dort spreche ich mich für mehr Transparenz und mehr direkte Demokratie aus. Meine Antwort zu Ihrer Frage 3 ist ein eindeutiges ja.

Grüße an Sie und Ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Rolf Hercher
___________________________________________________________________

Norbert Müller (DIE LINKE)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71285–f393650.html#q393650

Lieber Sandro Szilleweit, liebe BI,

ich kann die Fragen kurz beantworten:

1.) Nein, das ist kein „Projekt von nationaler Bedeutung“ – zumindest nicht für mich.

2.) Nein, ich bin strikt dagegen, den Wiederaufbau der Kirche aus Steuermitteln zu finanzieren. Im Übrigen finde ich es bemerkenswert, dass Spenden an die Wiederaufbaustiftung steuerlich absetzbar sind. Bisher sind nur minimal private Mittel geflossen, auf direkten und indirekten Wegen aber schon ohne die angekündigten Bundesmittel Millionen an öffentlichen Geldern.

3.) Ja, zu mehr direkter Demokratie gehört es auch, Bürgervoten zu berücksichtigen.

Meine Position zum Wiederaufbau der Garnisonkirche ist bekannt. Ich finde den Wiederaufbau historisch falsch, stadtplanerisch realitätsfremd und finanziell absurd – kurz: Politisch nicht vertretbar.

Historisch falsch ist er nicht primär wegen des Hitler-Hindenburg-Handschlages. Die Naziinszenierung steht für mich nicht im Mittelpunkt, weil sie eben kein „Mißbrauch“ der Kirche war, sondern aus Sicht der Naziführung und der revanchistischen Rechten in der Weimarer Republik völlig folgerichtig gewesen ist. Spätestens seit 1919 war die Garnisonkirche Pilgerort für die extreme Rechte, für Kriegsschuldleugner und Monarchisten. Potsdam hat keinen Bedarf an einer Rekonstruktion dessen.

Stadtplanerisch absurd ist es, in einer Stadt, in der es so an Wohnraum und sozialer Infrastruktur mangelt, einen völlig überdimensionierten Sakralbau ins Zentrum zu setzen und dafür noch den ständigen Verkehrsinfarkt durch Verengung der Breiten Straße zu betreiben.

Und schließlich finanziell absurd, weil für diese Millionen in der Stadt vieles sinnvolles für die Menschen gemacht werden könnte, dass sich nicht nur eine Minderheit wünscht.

Mehr zum Thema von mir:

http://www.norbert-mueller.net

Beste Grüße
Norbert Müller

___________________________________________________________________

Jacqueline Krüger (FDP)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71068–f393649.html#q393649

Sehr geehrter Herr Szilleweit,

ich entschuldige mich erst einmal, dass Sie eine gewisse Zeit auf eine Antwort meinerseits warten mussten. Zu Ihren Fragen:

1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?

Obwohl ich durchaus verstehen kann, dass es Bestrebungen gibt, die Stadt Potsdam (insbesondere durch historische architektonische Elemente) für den Tourismus und die Bewohner der Stadt noch attraktiver zu gestalten und auch die großen Bemühungen von Menschen gemeinsam ein Ziel zu erreichen, von dessen Mehrwert für die Gesellschaft sie überzeugt sind, respektiere – sehe ich in dem Wiederaufbau der Garnisonkirche nicht wirklich ein Projekt von nationaler Bedeutung.

Unsere Gesellschaft hat derzeit vielfältige Herausforderungen in den verschiedensten Regionen und zu den unterschiedlichsten Themen zu bewältigen – die in der Priorität (für mich persönlich) deutlich wichtiger sind als dies der Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam ist.

2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?

Nein, nicht weil ich die besonderen Bemühungen der Unterstützer dieses Projektes nicht wertschätze – sondern weil ich wie oben geschrieben andere Projekte in der derzeitigen Situation für dringlicher halte. Ich respektiere das Engagement von Menschen, welche sich für ein Ziel einsetzen – doch als Bewerberin für das Abgeordnetenmandat und dann als Vertreterin meines Wahlkreises glaube ich, dass zunächst alles getan werden muss, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Damit verbundene Aufgaben haben für mich zunächst Priorität – und dies nicht nur thematisch sondern auch finanziell.

Es gilt die finanziellen Ressourcen des Bundeshaushaltes zunächst einmal für jene Dinge einzusetzen, welche unsere Gesellschaft auch in Zukunft auf einen stabilen Weg halten. Zusätzlich ist zu beachten, dass dieses Geld aus der Leistung eines jeden Bürgers unseres Landes stammt:ein sorgfältiger, nachhaltiger und bewusster Umgang mit diesem Geld ist somit für mich Pflicht.

3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten?

Ich bin eine absolute Befürworterin der Bürgerbeteiligung. Für mich ist das Ergebnis eines ordentlichen Beteiligungsverfahrens, welches bestimmten demokratischen Spielregeln folgt, bindend.

Ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen erschöpfend geantwortet zu haben,
mit lieben Grüßen

Jacqueline Krüger
___________________________________________________________________

Annalena Baerbock (GRÜNE)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-70336–f393648.html#q393648

Lieber Herr Szilleweit,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich teile Ihre Einschätzung in vielen Punkten, gerade auch den Hinweis, dass ursprünglich angekündigt wurde, den Wiederaufbau nicht mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Aber nun zu Ihren konkreten Fragen.

1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?

Die Garnisonkirche war ein kulturell bedeutendes Gebäude in der Potsdamer Stadtsillouette. Dieser kulturellen Bedeutung wird aus meiner Sicht eine Diskussion nicht gerecht, die die Kirche nur auf den Ort des „Tages von Potsdam“ reduziert. Das Konzept der Evangelischen Kirche eine Rekonstruktion als Versöhnungszentrum zu nutzen, ist die richtige Idee, die die wechselvolle Geschichte des Bauwerkes brechen und in einen neuen Kontext stellen kann. Eine Rekonstruktion der Garnisonkirche in Anlehnung an das auf Geheiß der SED zerstörte Bauwerk ist jedoch aus meiner Sicht kein Projekt von nationaler Bedeutung.

2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?

Ich werde dieses Ansinnen nicht unterstützen.

3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten?

Ich bin der Meinung, dass die Politikerinnen und Politiker auf allen Ebenen formal korrekt zu Stande gekommene Bürgervoten respektieren und in ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen sollten.

Mit freundlichen Grüßen,
Annalena Baerbock
___________________________________________________________________

Stefan Zierke (SPD-Uckermark – Barnim I)
http://www.abgeordnetenwatch.de/stefan_zierke-1031-71974–f394582.html#q394582

1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?
Bisher ist die Potsdamer Garnisonskirche kein Thema für den Bundestag gewesen und ich meine, es wird ein regionales Thema bleiben.
Ich denke, die Kirche ist wie auch andere historische Bauten eher von regionaler Bedeutung. Wie wir alle wissen, ist aber ein barocker Kirchenbau, der womöglich in der Zeit des Soldatenkönigs entstand, nicht der Grund für die symbolische Machtübernahme Hitlers. Sicher, es war eine Kirche des preußischen Militärs – wobei ja die preußische Armee als eine tolerante, demokratische galt – bis zum 1. Weltkrieg. Das wird alles in den regionalen Diskussionen eine Rolle spielen und sollte auch regional entschieden werden. Die NS Vergangenheit und deren Aufbereitung ist wiederum ein nationales Thema von großer Bedeutung.

2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?
Natürlich muss man , sollte es Beschlussvorlagen im Bundestag dazu geben, diese genauestens prüfen. Momentan bin ich aber der Meinung, dass man hier auf private Sponsoren „bauen“ sollte. Wenn das nicht genügt, auch Landesmittel. Aber auch das entscheiden letzten Endes die Bürger oder deren Vertreter.

3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten? –
Ja, Parteien leben vom politischen Engagement der Bürger, von der parteipolitischen Mitbestimmung und folglich werden auch Bürgerentscheide respektiert, in Entscheidungen einbezogen. Die SPD befürwortet die Direktdemokratie. Grundsätzlich zählt für uns die parteidemokratische Mitbestimmung und somit deren inhaltliche Ausrichtung.


Andrea Wicklein (SPD)
http://www.abgeordnetenwatch.de/andrea_wicklein-1031-71923–f391713.html#q391713

Anfrage von Martin Söding / Babelsberg

Sehr geehrte Frau Wicklein,
ich habe folgende Fragen:

Wie stehen Sie zum Wiederaufbau der Garnisionskirche in Potsdam?
Wie stehen Sie zur Entscheidung von Staatsminister Neumann, das Vorhaben mit über 12 Mil. Euro zu unterstützen.
Sollten Sie die finazielle Unterstützung von Herrn Staatsminister Neumann ablehnen, werden sie in einer möglichen Großen Koalition ihre Stimme gegen dieses Vorhaben erheben?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen im Voraus.

Sehr geehrter Herr Söding,

ich habe mich immer dafür ausgesprochen, dass für den Wiederaufbau der Garnisonskirche keine öffentlichen Gelder verwendet werden, sondern die Finanzierung über private Spenden an die kirchliche Stiftung Garnisonskirche Potsdam erfolgten sollte. Dieser Meinung bin ich nach wie vor. Der aktuelle Vorstoß des Kulturstaatsministern Bernd Neumann ist derzeit lediglich eine Ankündigung. Eine verbindliche Zusage ist gegenwärtig noch gar nicht möglich, da die Haushaltsberatungen des Deutschen Bundestages sowohl zum Haushaltsentwurf für 2014 und 2015 noch nicht stattgefunden haben. Erst wenn diese erfolgt sind, wird auch klar sein, ob und in welcher Höhe der Bund Gelder für den Wiederaufbau der Kirche bereitstellen wird.
Die Frage ist schon erlaubt, ob es nicht besser wäre, 12 Millionen Euro für bezahlbare Wohnungen und den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Dafür ist Bundesgeld viel dringender nötig. Aber hier lässt die gegenwärtige Bundesregierung die drängenden Fragen unbeantwortet.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Wicklein

Zusatz zu unserer Frage 3:
„Was Ihre Frage nach der Berücksichtigung von Bürgervoten und Ergebnissen aus Bürgerbeteiligungsverfahren angeht: Meiner Auffassung nach ist Demokratie mehr als Wahlen und Abstimmungen. Ich bin der Überzeugung, dass für eine demokratische und offene Gesellschaft Partizipation eine wesentliche Voraussetzung ist. Deshalb setze ich mich auf Bundesebene dafür ein, dass Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide eingeführt werden.“


Anja Kofbinger (GRÜNE, Berlin-Neukölln)
http://www.abgeordnetenwatch.de/anja_kofbinger-1031-71019–f394191.html#q394191
Lieber Herr …,
vielen Dank für Ihre Fragen, die ich wie folgt beantworte:

1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?
Nur bedingt

2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?

Nein

3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten
?

Ja, selbstverständlich

Herzliche Grüße
Anja Kofbinger


Martin Hoeck (FDP, Eberswalde)
http://www.abgeordnetenwatch.de/martin_hoeck-1031-70865–f394574.html#q394574

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt zum Antworten komme.

Frage 1: Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?

Antwort: Nein, ein solcher Wiederaufbau ist für mich kein Projekt von nationaler Bedeutung.

Frage 2: Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?

Antwort: Nein, ich würde eine solche Bereitstellung nicht unterstützen, da ein solches Projekt aus meiner Sicht nicht prioritär ist.

Frage 3: Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten?

Antwort: Wenn es Bürgerbeteiligungsverfahren, wie zum Beispiel dem Bürgerhaushalt gibt, sollten die gewählten Vertreter die Ergebnisse auch respektieren. Ich selbst habe dies als Stadtverordneter immer getan. Allerdings können Sie rechtlich die Abgeordneten nicht dazu zwingen. Parteien allerdings müssen sich nicht an die Ergebnisse halten. Sie können auch weiterhin eine andere Meinung vertreten.

Für weitere Fragen oder auch Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße,
Martin Hoeck


Christoph R. Hörstel (Deutsche Mitte)
http://www.abgeordnetenwatch.de/christoph_hoerstel-1031-74379–f393654.html#q393654

Sehr geehrter Herr S.,

Ihre Bedenken verstehe ich gut.
Die Potsdamer Garnisonkirche hat jedoch eine weit wichtigere Tradition als nur diesen einen höchst unrühmlichen und für das Schicksal Deutschland verheerenden geschichtlichen Moment, den Sie benannt haben.
Die Deutsche Mitte wird durch ihre neue Finanzpolitik genügend Bundesmittel freimachen, um den Aufbau locker finanzieren zu können – es handelt sich tatsächlich um ein Projekt von nationaler Bedeutung.
Bis dahin jedoch werde ich nur geringwertige, konservative Maßnahmen unterstützen – und vor allem das Potsdamer Stadtsäckel beschützen helfen, das weit wichtigere Aufgaben im sozialen Bereich hat.

Mit besten Grüßen
Christoph R. Hörstel


Ruben Lehnert (Die Linke, Berlin-Neukölln)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71114–f394193.html#q394193

Lieber ,

vielen Dank für Ihre Fragen bezüglich der Zukunft der Garnisionkirche
in Potsdam.

1.) Nein, für mich handelt es sich nicht um ein „Projekt von nationaler Bedeutung“.

2.) Nein, ich bin dagegen, den Wiederaufbau der Kirche aus Steuermitteln zu finanzieren.

3.) Ja, zu mehr direkter Demokratie gehört es auch, die Voten von Bürgerinnen und Bürgern zu respektieren.

Ich finde den Wiederaufbau historisch falsch, stadtplanerisch realitätsfremd und finanziell absurd – kurz: politisch nicht vertretbar. Historisch falsch ist er, weil die Garnisionskirche spätestens seit 1919 ein Pilgerort für die extreme Rechte, für Kriegsschuldleugner und Monarchisten war. Stadtplanerisch absurd ist es, in einer Stadt, in der es an Sozialwohnungen und sozialer Infrastruktur mangelt, einen überdimensionierten Sakralbau ins Zentrum zu setzen. Und schließlich ist er finanziell absurd, weil für diese Millionen Euro in der Stadt sehr viel Sinnvolles für die Mehrheit der Menschen gemacht werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen,
Ruben Lehnert


Christina Schwarzer (CDU, Berlin-Neukölln)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71639–f394190.html#q394190

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie fragen, ob der Wiederaufbau der Garnisonskirche aus meiner Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung ist.

Diese Frage kann ich nur bejahen. Die Garnisonskirche hatte für das historische Potsdam eine stadtbildprägende Funktion. Das Bauwerk war eine, wenn nicht die, zentrale Höhendominante der Stadt, die mit ihrer Fülle barocker und klassizistischer Architektur in Deutschland eine Sonderstellung einnimmt. Dies nicht nur bemessen an den Einzelbauwerken, sondern auch als Gesamtkunstwerk. Nicht zufällig sind weite Teile der Potsdamer Kulturlandschaft sogar mit dem Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes ausgezeichnet. Eine Reparatur dieses Ensembles durch die Wiederherstellung des baugeschichtlich herausragenden Kirchengebäudes hat kulturpolitisch also nicht nur eine nationale, sondern auch eine internationale Dimension.

Freilich darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Garnisonskirche zeitweilig auch eine historisch höchst unrühmliche Rolle gespielt hat, die eine unkritische Nutzung nach dem Wiederaufbau nicht zulässt. Allerdings darf das Bauwerk auch nicht auf den unrühmlichen Missbrauch durch die Nationalsozialisten und ihre greisen und irrlichternden Steigbügelhalter reduziert werden. Vielmehr ist die Kirche Spiegelbild der wechselvollen Geschichte Preußens und damit auch Deutschlands: Einerseits also des Landes von Kant und Humboldt, welches sich religiöser Toleranz befleißigte und Zufluchtsort für Verfolgte war, andererseits aber auch in der Perversion seiner Werte zum Stabilitätsanker der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft wurde. Um es mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann zu sagen: „Sie stand exemplarisch für die preußische und deutsche Geschichte in ihren Stärken und Schwächen“.

Ich habe aber vollstes Vertrauen in die Förderer des Projektes, den richtigen Umgang mit dieser zwiespältigen Vergangenheit zu finden. Die Personen, die sich heute zugunsten des Wiederaufbaus engagieren, sind über den Verdacht erhaben, die geschichtlichen Zusammenhänge der Garnisonskirche unvollständig zu reflektieren. Bischof a.D. Wolfgang Huber äußerte sich über Sinn und Zweck des Vorhabens wie folgt: „In dem als Bürgerkirche wieder errichteten Gotteshaus wird ein Erinnern für die deutsche und europäische Zukunft möglich werden. Hier sollen sich kommende Generationen darauf vorbereiten, die Freiheit zu bewahren und Verantwortung wahrzunehmen.“ Ich bin zuversichtlich, dass die wiederaufgebaute Kirche für genau dieses bewusste und aufklärerische Aufarbeitung der Vergangenheit genutzt werden wird.

Der Satzung, welche auf dem Internetauftritt der Stiftung zur Verfügung steht, entnehme ich, dass der Zweck des Wiederaufbaus unter anderem die Völkerverständigung, die Förderung des Friedensgedankens, das Gedenken des Widerstands gegen den Nationalsozialismus und die Versöhnungsarbeit ist. Dieser Anspruch und diese Ideen haben meine volle Unterstützung und sind nach meinem Dafürhalten von nationaler Bedeutung für unser modernes, weltoffenes und demokratisches Deutschland.

Sie fragen zweitens, ob ich als Mitglied des Bundestages die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonskirche unterstützen würde. Aus den eben aufgeführten Gründen stehe ich dem Projekt positiv gegenüber, und werde mich daher dafür einsetzen, dass die bisher getroffenen Zusagen auch eingehalten werden.

Drittens fragen Sie, ob ich der Meinung sei, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten. Hierzu von mir ein klares Ja! Bürgerbeteiligung, Partizipation und Teilhabe bekommen in unserer Demokratie ein immer größeres Gewicht. Hier getroffene Entscheidungen müssen selbstverständlich so getreu wie möglich umgesetzt werden, wenn die entsprechenden Hürden und Quoren übersprungen worden sind. Einen Konflikt des Wiederaufbaues der Garnisonskirche mit den Ergebnissen des Potsdamer Bürgerhaushaltes sehe ich indes nicht: Es werden keine städtischen Mittel für den Wiederaufbau der Garnisonskirche verwandt – das Bürgervotum also eins zu eins abgebildet.

Viele Grüße,
Christina Schwarzer


Jürgen Voigt (Piraten, Barnim-Uckermark)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-70747–f394579.html#q394579

1. Der Aufbau der Garnisionskirche ist aus meiner Sicht kein Projekt von nationaler Bedeutung.

2. Ich werde im Falle meiner Wahl auf keinen Fall die Bereitstellung von Bundesmitteln für den Aufbau der Garnisionskirche unterstützen.

3. Ich bin nicht nur der Meinung das diese respektiert und umgesetzt werden sollten, sondern setze mich dafür ein das Bürgerbeteiligung auf jeder politischen Ebene einen höheren Stellenwert bekommt. Hierzu steht im Wahlprogramm der Piratenpartei u. a. auch die „Einführung eines dreistufigen Verfahrens bei Initiativen aus dem Volk:“
1. Volksinitiative
2. Volksbegehren
3. Volksabstimmung

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Voigt


Stefan Zierke (SPD, Barnim-Uckermark)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71974–f394582.html#q394582

1. Ist der Aufbau der Garnisonkirche aus Ihrer Sicht ein Projekt von nationaler Bedeutung?
Bisher ist die Potsdamer Garnisonskirche kein Thema für den Bundestag gewesen und ich meine, es wird ein regionales Thema bleiben.
Ich denke, die Kirche ist wie auch andere historische Bauten eher von regionaler Bedeutung. Wie wir alle wissen, ist aber ein barocker Kirchenbau, der womöglich in der Zeit des Soldatenkönigs entstand, nicht der Grund für die symbolische Machtübernahme Hitlers. Sicher, es war eine Kirche des preußischen Militärs – wobei ja die preußische Armee als eine tolerante, demokratische galt – bis zum 1. Weltkrieg. Das wird alles in den regionalen Diskussionen eine Rolle spielen und sollte auch regional entschieden werden. Die NS Vergangenheit und deren Aufbereitung ist wiederum ein nationales Thema von großer Bedeutung.

2. Werden Sie im Falle Ihrer Wahl die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Garnisonkirche unterstützen?
Natürlich muss man , sollte es Beschlussvorlagen im Bundestag dazu geben, diese genauestens prüfen. Momentan bin ich aber der Meinung, dass man hier auf private Sponsoren „bauen“ sollte. Wenn das nicht genügt, auch Landesmittel. Aber auch das entscheiden letzten Endes die Bürger oder deren Vertreter.

3. Sind Sie der Meinung, dass Parteien die Bürgervoten und Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsverfahren wie dem Bürgerhaushalt respektieren und umsetzen sollten? –
Ja, Parteien leben vom politischen Engagement der Bürger, von der parteipolitischen Mitbestimmung und folglich werden auch Bürgerentscheide respektiert, in Entscheidungen einbezogen. Die SPD befürwortet die Direktdemokratie. Grundsätzlich zählt für uns die parteidemokratische Mitbestimmung und somit deren inhaltliche Ausrichtung.


Jens Koeppen (CDU, Barnim-Uckermark)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71018–f394575.html#q394575

Sehr geehrter Herr ,

gern beantworte ich Ihre Fragen.

Zu 1: Ja, für mich ist die Garnisonskirche ein national bedeutsames Bauwerk.

Zu 2: Ja.

Zu 3: Es gab kein Bürgervotum zum Aufbau oder zum zu unterlassenden Aufbau der Garnisonskirche in Potsdam. Bei einer Befragung zum Potsdamer Stadthaushalt wurde 8000 Mal gegen die finanzielle Förderung durch die Stadt votiert. Bürgermeister Jan Jacobs hat bereits zu einem früheren Zeitpunkt deutlich gemacht, dass die Stadt den Wiederaufbau nur ideell und nicht finanziell unterstützt.

Mit besten Grüßen

Jens Koeppen MdB


Sabine Stüber (Die Linke,Barnim-Uckermark)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71741–f394578.html#q394578
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

zu 1.) Nein

zu 2.) Nein

zu 3.) Ja

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Stüber, MdB, DIE LINKE


Cornelius Everding (Piraten, Potsdam)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71869–f393653.html#q393653

Sehr geehrter Herr ,

aus persönlicher Anschauung bin ich fest davon überzeugt, dass eine zerstörte Kirche das beste Mahnmal gegen den Krieg ist. Damit ist Frage 1) und 2) beantwortet.

Zu Frage 3):
In Bezug auf die Garnisonkirche: die Potsdamer Bürger sollen entscheiden, niemand sonst.


Katherina Reiche (CDU, Potsdam)
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-71441–f393656.html#q393656

Sehr geehrter Herr ,

der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam zum Projekt von nationaler Bedeutung erklärt – und 400.000 Euro für das Projekt bewilligt. Die Förderung des Wiederaufbaus unterstütze ich sehr und habe mich bei Staatsminister Bernd Neumann dafür auch eingesetzt. Ich bin zudem Mitglied der Fördergesellschaft zum Wiederaufbau der Garnisonkirche e.V..

Der Wiederaufbau der Garnisonkirche steht für eine Friedens- und Versöhnungsarbeit, die gerade an diesem geschichtsträchtigen Ort besonders eindringlich gestaltet werden sollte.

Vorschläge, die aus der Meinungsbeteiligung des Bürgerhaushalts Potsdam entstanden sind, verfolge ich mit großem Interesse. Die Einbindung und Beteiligung aller Potsdamer ist ein wichtiger Teil des demokratischen Prozesses.

Meines Erachtens wünscht eine Mehrheit den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Die Abstimmung zum Bürgerhaushalt im Jahre 2012 galt nicht der Frage, ob die Potsdamer die Garnisonkirche wiederhaben wollen. Die Fördergesellschaft ist mit 870 Mitgliedern sehr aktiv. Ich schätze dieses bürgerschaftliche Engagement sehr hoch. Dass sich Bischof Prof. Dr. Huber, der ehemalige Ministerpräsident Matthias Platzeck oder Jörg Schönbohm für dieses Projekt stark machen, zeigt die große Überparteilichkeit dieses Vorhabens.

Mit freundlichen Grüßen

Katherina Reiche

„Erst fragen, dann bauen.“ – Dialog 4: Öffentliche Gelder

FRAGE BI:
Sie bauen mit öffentlichen Geldern? Reichen die Spenden nicht?
ANTWORT Martin Vogel:
Bisher konnten mehr als zwei Million Euro von privaten Spendern eingeworben werden. Außerdem haben wir zwei Millionen von den so genannten SED-Unrechtsgeldern erhalten. Das ist nach der Sprengung auf Befehl Ulbrichts absolut korrekt! Sollte die Kirche wieder aufgebaut sein, wird sie als touristisches Highlight ebenso wirken wie der Hamburger Michel und indirekt Geld in die Kassen der Hotels, der Taxifahrer und Restaurants spülen.
NACHFRAGE BI:
Die Gelder der Partei- und Massenorganisationen der DDR sind zum Erhalt und der Förderung politischer Gedenkstätten zu verwenden, nicht für den Nachbau touristischer Highlights. Die nicht schön zu redende Sprengung der Kirchenruine hatte profane Stadtbaugründe. Die Verwendung der Mittel für die Errichtung einer Garnisonkirchkopie verhöhnt die Opfer der Diktaturen. Die PMO-Mittel stehen Orten wie der KZ-Gedenkstätte Lieberose, Außenlager Klingerwerk des KZ Sachsenhausen, Gedenkstätte Seelower Höhen oder auch der Stasi-Gedenkstätte Lindenstraße zu.  Oder sehen Sie das anders?


„Erst fragen, dann bauen.“ – Dialog 2: Kosten

 

FRAGE BI:
Eine Million Euro pro leeren Kirchenplatz?
ANTWORT Martin Vogel:
Nicht alle Kirchen sind immer und überall überfüllt. Deutschlandweit kommen aber Sonntag für Sonntag mehr Menschen in die Kirchen als in die Fußballstadien der Bundesligavereine. Immerhin haben Heilig Abend mehr als 60 Personen den Weg in die Kapelle an der Garnisonkirche gefunden. Das ist doch ein guter Anfang.
NACHFRAGE BI:
Herr Vogel, sie erfreuen sich an 60 Besuchern, der Nachbau der Kirche soll 2000-2500 Besucher beherbergen! Sie handeln nach dem Prinzip Hoffnung, nicht nach Bedarf. Und dies auch beim Vortrieb des Nachbaus: Denn angesichts fehlender Einnahmen werden zuerst bauliche Fakten geschaffen, um dann auf Spenden und die sich erweichenden öffentlichen Kassen zu hoffen.


„Erst fragen, dann bauen.“ – Dialog 1: Bauen für die Gegenwart

 

FRAGE BI:
Keine Lust, keine Idee zum Bauen in der Gegenwart?
ANTWORT Martin Vogel:
Wir planen und arbeiten gegenwärtig am Wiederaufbau und träumen davon, dass die ehemalige Garnisonkirche zukünftig als Bürgerkirche für Potsdam wiedergewonnen werden kann. Der wiedererrichtete Turm der Kirche soll einen Fahrstuhl erhalten, mit dem selbst Rollstuhlfahrer die Aussichtsplattform auf ca. 60 Metern Höhe erreichen können. Das ging früher nicht; das ist Zukunftsmusik.
NACHFRAGE BI:
Der Tribut des Bauprojektes an die städtebaulichen, finanziellen und politischen Ansprüche der Gegenwart ist ein Fahrstuhl? Der Nachbau wird auf der meist befahrensten Straße Potsdams stehen und seine Erbauer haben nicht ein einziges Mal nach den Ansprüchen des Ortes und dem Bedarf einer weiteren Kirche gefragt. Könnten Sie, Herr Vogel, in einer an Ort und Zeit in Form und Namen angepassten Kirche tätig sein?



„Erst fragen, dann bauen.“ – Antworten und Nachfragen: Die Dialoge.

Die Aktion „Erst fragen, dann Bauen“ der Bürgerinitiative Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche ist auf großes Interesse gestoßen. Die Fragen werden in der Presse veröffentlicht, weiter Fragen werden gestellt, jedoch am wichtigsten und erfreulichsten: Herr Martin Vogel, theologischer Vorstand der Stiftung des Wiederaufbaus, antwortete.

In den kommenden Tagen veröffentlicht die BI die Antworten in überdenkbaren Blöcken, erweitert durch die teilweise dringend notwendigen Nachfragen auf zu schlicht oder schlichtweg falsch ausgefallene Antwortversuche.

Via Facebook & Kommentarfunktion dieses Blog bitten wir um Meinungen & Positionen zu den Debattenbeiträgen.

Herr Vogel erhält jede Nachfrage zugesandt, mit der Bitte um Reaktion, denn der begonnene Dialog soll fortgesetzt werden. Erfreulich wäre eine öffentliche Teilnahme weiterer Mitglieder des Fördervereins.

Die Ablehnung aus der Gegenwart – Ein Kommentar

 Sandro Szilleweit

„Ist es legitim, einen solchen Ort wieder aufzubauen, wo so etwas geschehen ist?“ fragte sich der Chef des Hauses Brandenburgisch-Preußischer Geschichte, Historiker Kurt Winkler öffentlich (Quelle). „Die Ablehnung des Wiederaufbaus kann nicht aus der Geschichte begründet werden. Das wäre eine ahistorische Betrachtung.“ Die Antwort müsse aus der Gegenwart bezogen werden: „Es geht um die Bedeutung für die Lebenden.“

Aha, das heißt dann also bei der Ablehnung des Wiederaufbaues der Garnisonkirche dürfen keine historischen Argumente herangezogen werden, nur Für und Wider aus der aktuellen politischen Tagesordnung und die Bedeutung für die Einwohner dieser Stadt dürfen gelten gemacht werden. Eine wahrlich interessante Sichtweise!

Gut, dies muss dann aber auch für die Argumentation der Aufbauwilligen gelten! Mögen sie erklären, ohne Rückgriff auf die Geschichte, warum die Stadt eine Kirche mitten auf der Breiten Straße im barocken Gewand und ohne eine christliche Gemeinde benötigt. Warum hier 100 Millionen Euro verbaut werden müssen, obwohl die Lebenden dieser Stadt zunächst einen Bolzplatz (Platz 1 des Bürgerhaushalt 2010) oder ein Tierheim (2011) wollen. Auf Platz 6 des diesjährigen Bürgerhaushaltes, als erster Einsparvorschlag, steht die Forderung: „Kein Stadtgeld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche“. Die Lebenden melden sich zu Wort – sie werden in dieser Stadt und in ihren Medien nur nicht gehört!

Betreff: RBB Interview

(Quelle) 

Sehr geehrte Garnisonkirchebefürworter:

Denken Sie nicht, dass wir dem Kirchennachbau, seiner Symbolik und seinen Kosten nur schlichte Kritik zum Alter des Bauwerkes und zur Abgeschlossenheit seiner Geschichte entgegenzusetzen hätten. Das auch, doch weitaus deutlicher, weitaus wichtiger sind die Fragen nach dem schönen Schein der Versöhnung, in dem Sie sich sonnen und die Lasten, die Ihr Bauvorhaben der öffentlichen Kasse aufbürdet. Wir suchen weiterhin den inhaltlich gewinnbringenden Dialog mit Ihnen und werden weiter FRAGEN, bevor Sie BAUEN!

Lieber Rundfunk Berlin Brandenburg:

Ja, wir als Bürgerinitiative suchen den Diskurs um die Garnisonkirchenkopie. Nein, wir suchen nicht die vereinfachte, schlichte Konfrontation.

Ihre  BI.

Die gute Absicht – der falsche Ort.

Nach dem erfolgreichen Start der Protestaktion ERST FRAGEN, DANN BAUEN! fiel vor allem eines auf: Die Gemeinschaft der Eröffnungsbesucher der Ausstellung, sicher durchweg Förderer des Nachbauprojektes, trennte sich bereits beim erstmaligen Kontakt mit den offenen Fragen der Potsdamer Bürger in zwei Grüppchen.

Fragen die spalten. (Bildrechte: HH)

Ablage 4Z

Die einen sahen eine bunte, offene, in jeder Hinsicht heterogene Truppe von Fragestellern, fühlten sich gestört in ihrem feierlichen Vorhaben dem Überkommenen, Vergangenen zu alter Wirkungskraft zu verhelfen und schubladierten die Protestierenden pauschal in das Fach 4Z. Zu viel Zeit zum Zanken hätten wir, nicht zu würdígen wüssten wir ewigen Nörgler die Bemühungen der Fassadenwiederhersteller. Ende der Auseinandersetzung.

Die angenehme Überraschung

Jedoch das zweite Grupetto unter den Neubaubefürwortern sah eine bunte, offene, in jeder Hinsicht heterogene Truppe von Fragestellern und interessierte sich für die Gründe, die wohl gegen das Projekt sprechen sollten. Es blieben Menschen vor unseren Fragen stehen, lasen, dachten und diskutierten. Es schienen Unterstützer zu sein, die ihren Willen zur Wiederauferstehung der Garnisonkirche nicht mit der Schönheit der Höhendominante und der Glorie des Militärschmuckes begründen, sondern mit dem Ruf nach Versöhnung und Gedenken.

Wir fragen uns: Wird Gruppe B von Gruppe A hinters Licht geführt? Wieviel Versöhnung und Gedenken werden in der Garnisonkirche 2017 stecken?

So hoch der Turm der Kirche auch sein wird: Der Versöhnungsgedanke kommt außer Sichtweite.

Hinweis A

2002 sagte der Vorsitzende der Deutsch-Englischen Gemeinschaft Hermann Freiherr von Richthofen zu dem Vorhaben der Evangelischen Kirche, das Nagelkreuz von Coventry an Stelle des Preußenadlers auf der Spitze des Garnisonkirchturms zu montieren: „Dies wäre ein sichtbarer Ausdruck für Versöhnung und Verständigung, würde der europäischen Geschichte Potsdams sinnvoll Rechnung tragen“.  (Quelle) 2011 erklärte Johann-Peter Bauer, Kapitän z.S. a.D. und Ministerialdirigent a.D dieses Versöhnungszeichen für ad acta gelegt. Die Turmspitze werde originalgetreu nachgebaut. „Das Nagelkreuz wird vor der Kirche stehen“. (Quelle)  Preußenadler und Insignien werden über Potsdam glänzen und doch ist es nicht dieser doppeldeutige Akt, der deutlich vom falschen Weg der Garnisonkirche erzählt. Es ist die Tatsache, dass die Versöhnung nicht an erster Stelle des Neubaus steht, dass Hülle vor Inhalt kommt, dass Kunst vor Kultur kommt und Geschichte vor Gegenwart.

Hinweis B

Seit der vergangenen Woche liegt die Detailplanung der Neubauwilligen für die Garnisonkirche vor. Beeindruckend ist jedes Detail erfasst, jeder Meter nun faktensicher errechnet. Jede Türklinke gezählt und kalkuliert. – Doch wo ist die ausformulierte, zugesicherte, kalkulierte Planung für das ehemalige Versöhnungszentrum der Garnisonkirche, welches bereits zu einem Ort der Versöhnung herabgestuft wurde? Wie kann der inhaltliche Kern des Bauprojektes bisher nur aus Idee und Wort bestehen, wo doch bereits Flammenvasen aus 22m Höhe hergestellt werden? – Liegt es daran, dass dem Garnisonkirchenneubau sein Kern abhanden kommt? Die Versöhnung nie der Kern war?

Es ist sicher nicht so, dass die Sorgen der durch Versöhnung motivierten Bauförderer  zu den Hauptaufgaben der Bürgerinitiative gehören. Doch erscheint seit der Konfrontation mit den offenen Fragen Potsdams das Deckmäntelchen der Versöhnung zu dünn, zu zart, zu kurz für 88 Meter barocke Turmhöhe mit Preußenadler.

Rege Aufmerksamkeit bei gelungenem Aktionsstart der BI

„Einen schönen Guten Morgen! Hätten Sie ein paar Antworten für Potsdam? Wir haben Fragen an Sie!“ So und so ähnlich begrüßten heute 30 Vertreter der Bürgerinitiative Ohne Garnisonkirche die Besucher der Ausstellungseröffnung Die Garnisonkirche. Fragmente & Perspektiven. 

Wir haben Erfolg! Gespräche, Nachfragen, Diskussionen, kleine Wortgeplänkel – kurz ein Dialog über das Bauvorhaben. Wie schlicht und erkenntnisarm wäre wohl der Marsch zur Ausstellung ohne uns geraten?

Mehr dazu, mehr zu schlichten Antworten auf komplexe Fragen und weitere Informationen zur nächsten Aktion der BI noch im Januar folgen in Kürze.

Nur eines noch: Vielen Dank an alle Fragenden – meldet Euch für den Newsletter an und verpasst nichts von uns:

                                 Der BI für ein Potsdam ohne Garnisonkirche.

Aktuelle Fragen vor historischer Kulisse (Bildrechte: HH)

ERST FRAGEN, DANN BAUEN! – Unbeantwortete Fragen an Stadt/ Land/ Kirchenträumer.

 

Die Garnisonkirche wirft Fragen auf!

Logische, moralische, alltägliche, juristische. – Potsdamer und Potsdamerinnern tragen sie mit sich. Wir haben sie gesammelt!

Warum sind sie unbeantwortet?

Potsdams MEDIEN berichten nur zum Schein kritisch. Im Kern freut man sich über den Bauevent.

Potsdams POLITIK kann sich Fragen nicht leisten, denn seit Mai 2008 ist man als Mitstifter dem Nachbau der Garnisonkirche verschrieben. Öffentliche Gelder aus Steuermitteln sind versprochen und verwendet, nun darf es nur noch die Fortschrittserzählung vom auferstehenden, schönen alten Potsdam geben. – Säkularismus ist unnötig, Haushaltsverantwortung ein Fremdwort – Bürgerbeteiligung war nie vorgesehen!

Wir fordern einen öffentlichen Gesprächstermin mit den Verantwortlichen aus Stadt und Land sowie den Kirchenträumern.

Wir fordern Antworten auf folgende Fragen!  

1 Sie bauen mit öffentlichen Geldern? Reichen die Spenden nicht?
2 Keine Lust, keine Idee zum Bauen in der Gegenwart?
3 Will Potsdams Mehrheit die Garnisonkirche?
4 Mauerstück mit Vase! Welcher Gedenkstätte fehlen jetzt 130.000 Euro?
5 Wieviele Millionen verschenkte die Stadt mit dem Grundstück an die Garnisonkirche?
6 Wer spendet für die Bildung?
7 Wer soll sich mit wem versöhnen?
8 Dürfen wir auch was bauen?
9 Wieviel kostet den Potsdamer die  Umverlegung der Breiten Straße?
10 Wurde je nach alternativen Baukonzepten gefragt?
11 Warum dichten Sie den Widerstand des 20. Juli in die Garnisonkirche hinein?
12 Wann gründen Sie die historische Militärgemeinde?
13 Für was betete Stauffenberg in der Garnisonkirche?
14 Warum ist die säkulare Stadt Potsdam Mitglied in einer kirchlichen Stiftung?
15 Wer zahlt den Abriss des Rechenzentrums?
16 Warum müssen Sie die Kirche bauen – haben sie keine Phantasie?
17 Warum tarnen Sie den Kriegsschutthaufen der Geschichte mit Walter Ulbricht?
18 Was passiert mit den denkmalgeschützten Mosaikplatten des Rechenzentrums?
19 Was lässt Sie glauben, Mehrheit zu sein?
20 Warum lassen Sie schönen Schein über die Geschichte wachsen?
21 Wieviel überfüllte Kirchen hat Potsdam?
22 Wie will die Garnisonkirche ihre Geschichte in ihrer originalgetreuen Kopie verhandeln?
24 Warum fragen Sie nicht die Potsdamer?
25 Wann werden die Kiewitt Plattenbauten abgerissen?
26 Wird die Straßenführung vor der Garnisonkirche verengt?
27 Säkularismus!?
28 Warum wollen Sie die Garnisonkirche?
29 Nun doch kein „Internationales Versöhnungszentrum“?
30 Welche Botschaft sendet die Garnisonkirche in die Welt?
31 Wie lässt sich das Evangelium unter Kriegsschmuck und Militaria verkünden?
32 Was machen ehemalige MAX KLAAR – LEUTE immer noch bei Ihnen?
33 Kirchen statt Stadtwerken?
34 Wollen Sie Baumonokultur in Potsdam?
35 Kann Potsdam nur Barock?
36 Spenden auch Nazis für die Garnisonkirche?
37 Wann wird das MERCURE Hotel abgerissen?
38 Spendeten Militärs die Glocken des Glockenspiels?
39 Brauchen Frieden und Versöhnung einen Ort des Militarismus?
40 Bombardierte die SED Potsdam?
41 Warum trug die Garnisonkirche die Symbole des Krieges in sich?
42 Religion statt Sport? Kirchen statt Kinder?
43 1 Million Euro pro leeren Kirchenplatz?
44 Warum leitet das Land Gedenkstättengelder an einen Kirchenneubau um?
45 Kennen Sie gebauten Revanchismus?
46 Fehlt ihnen der Mut, die Kirche an Ort und Zeit anzupassen?
47 Trägt die Garnisonkirchen einen historischen Ballast?
48 Warum heißt die Garnisonkirche Garnisonkirche?
49 Haben Sie Sehnsucht nach Königreich und Vaterland?
50 War früher alles besser?
51 Kirchen statt Lehrer? Religion statt Aufklärung?
52 Bundeswehrvereidigungen am historischen Ort?
53 Wie schön war doch Preußen, stimmts?
54 Kirchen statt Schulentwicklung?
55 Ist denn da überhaupt Platz, wo sie bauen?
56 Wie geht es Max Klaar?
57 Sind Sie Revisionist?
58 Warum so radikal rückwärtsgewandt?